Ein Matti, der nach Herrn Maus und Parfum riecht und eine scharfe Wurst.
Da machen die Rainer ein Jahrtausend garnichts um dann an drei Tagen alles wieder gut zu machen. Samstag haben wir erstmals seit langem wieder geprobt. Aber beim Rainer ist es ja fast wie mit dem Fahrradfahren. Was er einmal kann, das verlernt er nicht. Am Sonntag stand dann die Aufnahme eines brandneuen Songs an, der auf dem Sampler des Jugendzentrums Labyrinth erscheinen soll. Ist schon witzig, Kater und ich gehen stramm auf die dreißig Lenze zu und wir proben wie schon 2002 im selben Jugendzentrum. Jedenfalls haben wir den kompletten Song (mit Auf- und Abbau) in fünf Stunden aufgenommen. Das hat wahrscheinlich seit 1964 keiner mehr geschafft. Geklappt hat das wahrscheinlich auch nur aufgrund der guten Verpflegung (siehe Anlage 1: “die scharfe Wurst”).
Anlage 1: Die scharfe Wurst
Der kleine Kasper möchte bitte vom Kundenparkplatz der Stadtwerke abgeholt werden.
Der Montag verdient eigentlich einen Extra-Eintrag. Kasper und ich sind um 10.00 Uhr im petemusik Studio in Rostock (http://petemusik.wordpress.com) angekündigt um vier neue Drumspuren einzukloppen. Pünktlich wie ein Freimaurer: Holtzer. Auf dem Planeten Yx34, Sternzeit 9875: Kasper, der das Zuspätkommen zur Kunstform erhoben hat. Thomas Kasperski, der wohlgemerkt das letzte Album an diesem, demselben Ort eingespielt hat, findet das Studio nicht. Anstatt in Marienehe einzutreffen erreicht uns um 10:50 Uhr ein Hilferuf aus Evershagen. Anstatt meiner präzisen Anfahrtsbeschreibung zu folgen fährt Kasper lieber per google maps. “Wie sieht’s da aus wo du bist?” “Hier ist Wald.” Papa Pete hat ihn letztendlich auf dem Parkplatz der Stadtwerke gefunden. Entfernung zum Studio: 2,7 km. Laut google maps. 11.50 Uhr: Kasper spielt den ersten Song ein und bastelt das leichteste Zwei-Teile-Puzzle der Welt indem er prompt das Bassdrum Fell durchschlägt (siehe Anlage 2). Es wird immer besser. Zum Glück kann man auf andere Bands hoffen die stets noch ein bisschen verwirrter sind als man selbst. Und nachdem dann das vergessene und nie abgeholte Fell einer anderen Band aufgezogen ist und Kaspero mit dem Messer zwischen den Zähnen erneut loslegt, sind um 17:30 Uhr tatsächliche alle vier Drumspuren im Kasten. Und so verbleibe ich mit Kaspers Worten: “Haste Scheiße am Schuh, haste Scheiße am Schuh.” Manchmal kommt eben eins beim andern.
It’s just another manic Monday,
euer Holtzer
Anlage 2: Puzzle für Dumme
Anlage 3: Der schönste Produzent der Welt: Tomasz Ehrend.
Anlage 4: Wir experiementieren mit neuen Drum Sounds. Erfolgreich.

2002? Verdammt, ich glaube, ihr seid die dienstälteste Band dieses Landes. Mir fällt keine ein, die mehr Jahresringe auf Platte gebracht hat.
that’s my fun-day… my I-don’t-have-to-run-day… mahatma gandhay!!!